News

31.05. Das Freibad wird 90 Jahre! Wir haben mit euch gefeiert! Der Heimatverein hat seine Fotoausstellung "Lieblingsorte" in den Kunstkabinen gezeigt, Jürgen Baums hat aus der Gaderobe ein Kurzfilmkino gebastelt, die Sportgruppe hat eine Joggingrunde im Bruch organisiert und natürlich gab es wieder leckeren Kuchen & Kaffee, Pommes & Bier. 

Am 24.05 haben die evangelische und katholische Pfarrgemeinde gemeinsam den ökomenischen Pfingstgottesdienst gefeiert. 

Wir eröffnen am 12.04, gemeinsam mit OB Meyer, einer Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern sowie Vereinen, die sich mit und bei uns engagieren. 

Unser Konzept ist an die Stadt überreicht worden.  

Start der Arbeitsgruppe Technik & Umwelt

Heute hat das Team Technik und Umwelt gestartet. Das Gelände wurde gesichtet und eine Liste mit den ersten nötigen Aufgaben erstellt. Zunächst geht es darum, dass Gelände verkehrssicher zu machen. Kaputte Stromleitungen, Wasserrohrbrüche, abgeplatzte Kacheln am Beckenrand, umgestürzte Bäume, Efeu, dass die Bäume im Wäldchen am Atmen hindert...all das und noch einiges mehr hat das Team sich als Aufgaben gesetzt. 

Start der Arbeitsgruppe Kiosk

Heute hat das Team Kiosk seine Arbeit begonnen. Das Gelände wurde inspiziert, erste ToDo Listen für die Renovierung erstellt. Ein Brainstorming zu Leckereien, die in Zukunft angeboten werden, hat den Vormittag abgerundet. 

Start in die Projeitarbeit

Sonntag waren wir mit allen Vereinsmitgliedern das erste Mal auf dem Gelände. Die Freude ist groß, wir würden gerne sofort loslegen. 

Als nächstes werden wir für eine dauerhafte Nutzungsgenehmigung das Konzept unseres Projektes noch einen Schritt konkreter machen. Hierfür starten wir die Arbeit in den Arbeitsgruppen. 

Schlüsselübergabe

Am 24.09 haben wir vom ZGM die Schlüssel für das Gelände überreicht bekommen. Jetzt können wir endlich in die Feinplanung für unser Konzept gehen. 

Begehung des Geländes 

Am 22.09 waren wir gemeinsam mit Vertreter:innen ZGM und Marcus Beyer auf dem Gelände des Freibads und haben uns davon überzeugt, dass die Gebäude und Gelände, dank jahrelanger Pflege vom KBK, in gutem Zustand sind.

Bruchgold auf dem Bottermaat


Mit neuem Modell des Freibads und aktuellen News zum Projekt haben wir am 21.09. auf dem Bottermaat viele spannende Gespräche geführt. 

Bruchgold & Kulturknoten

Bruchgold war beim Kulturknoten Hüls und hat das Projekt vorgestellt. Viele Hülser Künstler sind interessiert in der Arbeitsgruppe Kunst und Kultur mitzuwirken. 

Besuch bei Bauamtsleiter Marcus Beyer und Frau Gardner vom Umweltamt

Wir waren heute mal wieder im Rathaus und haben uns mit der Leitung des Bauamtes - Herrn Beyer, und der Leitung des Umweltamtes - Frau Gardner getroffen. Sie unterstützen uns bei unseren Plänen und haben uns sehr detailliert zu den rechtlichen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen beraten. Wieder einen Schritt weiter 

Treffen mit Ismail Ünüverdan 

Am 2.09. haben wir uns mit Ismail Ünüverdan, dem Hülser Vorsitzenden der SPD getroffen und mit ihm detailliert unser Projekt besprochen. Auch hier - volle Unterstützung und Tipps für die nächsten Schritte, die wir angehen werden. 

Treffen mit Oberbürgermeister Frank Meyer

Team Bruchgold war am 21.08 im Rathaus der Stadt Krefeld und wurde dort sehr herzlich von Oberbürgermeister Frank Meyer empfangen. Wir haben unser Konzept für die Nutzung des Hülser Freibades vorgestellt und Frank Meyer hat uns seine Unterstützung zugesagt, Herzlichen Dank dafür! Wir haben die konkreten nächsten Schritte besprochen - es geht also weiter. 


Treffen mit unserem Bezirksvorsteher Thorsten Hansen 

Am 13.08. haben wir gemeinsam mit Thorsten Hansen von den Grünen unser Projekt besprochen. Er unterstützt unsere Ideen und ist mit uns die Sachlage in Politik und Verwaltung im Detail durchgegangen. 

Bruchgold  in Hüls

Infoveranstaltung am 6.7. um 15.00 im Biergarten vom Kornspeicher, Mühlenweg 55, Krefeld-Hüls


Treffen mit Stadtdirektor Markus Schön 

3. Juli.2025

Wir haben unser Konzept Stadtdirektor Markus Schön und Steffen Hoss (Verantwortlicher für die Gemeinwesenkommunikation) vorgestellt und auch sie finden unsere Idee beide sehr gut. Auch sie unterstützen uns bei unseren nächsten Schritten - Evaluierung unserer (rechtlichen) Möglichkeiten (mit den zuständigen Fachbereichen 39 und 61) und Begehung des Geländes, damit wir uns einen Überblick über entstehende Renovierungskosten machen können. 


Treffen mit Timo Kühn 

21. Mai 2025

Wir haben unseren Bezirksvorsteher Timo Kühn getroffen und ihm unser Konzept vorgestellt - wir haben Zustimmung und Unterstützung bekommen. Er hat für uns das ZGM (Zentrales Gebäudemanagement) kontaktiert. 


Besuch beim Heimatverein

4. April 2025

Wir durften unser Konzept bei der jährlichen Mitgliederversammlung vom Heimatverein vorstellen. Wir haben spannende Rückmeldungen, wertvolles Feedback und viel Zuspruch für unser Projekt bekommen. Der Vorstand vom Heimatverein freut sich auf eine enge Zusammenarbeit mit uns. 

Treffen mit den Freischwimmern

19. März 2025

Heute haben wir die Freischwimmer-Krefeld besucht. Katrin und Marcel haben bereits viel Erfahrung in ihren Projekten gesammelt und unterstützen uns bei der Umsetzung unserer Ideen. 

Abstimmung mit dem Türmchen

26. März 2025

Auch im Hülser Türmchen sind bereits Ideen zur Nutzung des Freibads entstanden. Wir haben die Ideen der Jugendlichen in unser Konzept integriert und beschlossen, ab jetzt gemeinsam an der Umsetzung zu arbeiten. 

Die Entstehung der Vision 

6. Januar 2025

In der Halle 25 hat sich ein erster Kreis Hülserinnen und Hülser getroffen und wir haben gemeinsam eine Vision für das Gelände des Freibades entwickelt. Es wurden viele Ideen eingebracht, Möglichkeiten diskutiert. Daraus haben wir ein Konzept erstellt. 

Die Geschichte des Hülser Freibads


Vor über 90 Jahren wurde das Hülser Freibad geplant, gebaut und im Jahr 1936 feierlich eröffnet. Seit dem ersten Tag war es ein beliebter Treffpunkt für alle Hülserinnen und Hülser. 


Die Entstehung des Bads vor 90 Jahren

In seiner Einmaligkeit hat das Hülser Naturfreibad eine ganz besondere Geschichte. Alles begann im Jahr 1934, als der 1884 in Hülser geborene Architekt Carl Dahmen für die DJK-Schwimmsportabteilung im katholischen Sportverband in Deutschland mit der Planung und architektonischen Leitung des Bauprojektes beauftragt wurde. Seine Vorfahren waren hier in Hüls seit mehreren Generationen als Zimmerleute tätig. Er selbst erhielt seine Ausbildung als Architekt an der Handwerks- und Kunstgewerbeschule in Krefeld. Später zeichnete er für zahlreiche Gebäude und Siedlungen in Hüls und Krefeld. 


Seine Werke waren geprägt „von der Zeit des Aufbruchs vor dem ersten Weltkrieg über das Neue Bauen um 1930 und das nationalsozialistische Zwischenspiel“ und reichten bis in die Zeit des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg. Seit 1932 war er Mitglied der NSDAP, trat 1934 der Deutschen Arbeitsfront bei und konnte in dieser Zeit vermutlich nur deshalb verschiedene öffentliche Bauaufträge erhalten. Zu denen zählte auch der Bau des Hülser Naturbades. 


Die Arbeiten führten zunächst Notstandsarbeiter aus, also im Jargon der Nationalsozialisten arbeitslose „Volksgenossen“, die wieder in das Wirtschaftsleben eingegliedert werden sollten. So waren zum Beispiel auch verschiedene Mitglieder des Hülser Männergesangvereins arbeitslos. Gemeinsam mit anderen Arbeitslosen bewerkstelligten sie erste Ausschachtungsarbeiten. Danach übernahm der Reichsarbeitsdienst die weiteren Bauarbeiten. Er war zu jener Zeit ohnehin vor Ort, weil durch seinen Einsatz das Bruch trockengelegt wurde. 

Die Eröffnung 1936

Am 30.5.1936 konnte das Bad feierlich eröffnet werden. Halb Hüls sei an jenem Tag auf den Beinen gewesen, konnten ältere Hülser berichten. Bis in die Nacht sei gefeiert worden. 

Eine Hülser Schwimmerin bei Olympischen Spielen

Die Hülser Bevölkerung war stolz darauf, dass ihr Ort jetzt über ein 50-Meter-Becken verfügte. Es war das einzige in der Region. Diese Chance nutzte die Olympia-Schwimmerin Martha Genenger zum Trainieren. Währenddessen mussten die übrigen Badegäste allerdings am Beckenrand warten. Sie wurden für ihre Rücksicht bald belohnt. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin holte Martha Genenger Silber über 200 Meter Brustschwimmen. Bei einer folgenden Ehrung in Hüls zeigt ein Foto sie im Badeanzug mit Reichsadler umringt von einer Reihe Männer in SA-Uniform. 

Das Becken 


Das neue Schwimmbecken war nur in der Umrandung betoniert und sein Boden ähnlich wie bei einem Naturfreibad nicht befestigt. Er bestand und besteht immer noch aus unterschiedlichen Kieslagen, die über die Jahrzehnte vielfach ersetzt und unterschiedlich aufgebaut wurden, um die natürliche Teilfüllung des Beckens durch den wechselnden Grundwasserstand zu nutzen. Schon zu jener Zeit sei es nicht möglich gewesen, bis auf den Grund zu sehen, erinnern sich ältere Hülser. Und vor allem hätten sich unzählige Stichlinge und Kaulquappen im Becken wohlgefühlt. 

Das Schwimm-Glück aber währte nicht lange, denn während des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit danach blieb das Bad geschlossen. 


Seit Kriegsende bis heute ein wichtiger sozialer und sportlicher Treffpunkt. 

Dann aber wurde es zu einem wichtigen sozialen und sportlichen Treffpunkt. Zahlreiche Hülsinnen und Hülser berichten heute noch begeistert, wie sie hier schwimmen gelernt hätten, wie sie im Sommer hier ihre Freizeit verbracht hätten, wie sie hier ihre Freundinnen und Freunde kennengelernt und getroffen hätten. Vor allem all jene, die es sich nicht leisten konnten, in den Sommerferien weite Reisen zu unternehmen, konnten im Bad ein preiswertes Vergnügen finden. So übernahm das Bad eine äußerst wichtige soziale Funktion. Pro Tag lagen die Besucherzahlen zwischen 50 und maximal 800 Badegästen. Zuletzt, im Jahr 2018, zählte das Bad 9.000 Besucherinnen und Besucher. Ein Gutachten des Denkmalschutzes spricht hier von einem „immateriellen Kulturerbe“. 

Etwa alle zwei Jahre wurde das Bad entschlammt. In den zurückliegenden klimabedingten Trockenjahren fiel der Grundwasserspiegel enorm. Darum musste die fehlende Wasserhöhe mit Grundwasser aus einem tieferen Grundwasserleiter aufgefüllt werden. Zuletzt betrug diese Wasserauffüllung etwa 600 Kubikmeter pro Tag. 2018 musste das Bad viermal schließen, weil die geforderte Sichttiefe, nicht eingehalten werden konnte. 

Das Freibad wird 2019 geschlossen 

Das, was Generationen von Badenden nicht gestört hatte und was nie zu einem Unfall geführt hatte, fiel jetzt den Verordnungen und Versicherungsbedingungen zum Opfer. 2019 meinte die Verwaltung zu entdecken, was sie 80 Jahre lang nicht bemerkt hatte, dass der Betrieb des Bades eigentlich illegal sei. Das freie Badegewässer gilt juristisch als Naturbad. Durch die Randbefestigung wird es jedoch rechtlich zu einem Schwimm- und Badebecken. Für ein solches gelten andere und strengere Bestimmungen hinsichtlich Hygiene und Sicherheit. Für das Hülser Bad in seiner Einmaligkeit liegen allerdings keine endgültigen rechtlichen Bestimmungen vor, sodass die Stadt die strengst mögliche Interpretation für sich auswählte. 


Sie gab ein Gutachten bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen GmbH zur rechtlichen, normativen und technischen Situationsbewertung der Schwimmanlage in Krefeld-Hüls in Auftrag. Diese veröffentlichte schließlich folgende Empfehlung: „Für die bauliche Anlage, hier das massive Schwimmbecken in Hüls mit seinen Beckenumgängen, sind die nach BauO eingeführten technischen Baubestimmungen zu beachten sowie folgend die allgemein anerkannten Regeln der Technik wie z.B. DIN Normen, Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV-Regeln), Richtlinien für den Bäderbau-Regelwerk der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB). Von einem Weiterbetrieb im Bestand ist aus Gründen mangelhafter Betriebssicherheit und Gefährdung der Gesundheit der Nutzer dringend abzuraten!“ Die städtische Verwaltung folgte dieser Empfehlung und schloss 2019 das Bad.


Trotz seiner bundesweiten baulichen Einmaligkeit und kulturellen Besonderheit wurde dem Bad kein denkmalschützender Satus zuerkannt. Nach einem Ortstermin des Denkmalschutzes hieß es in einem Bericht: „Eine Unterschutzstellung des Bades als Baudenkmal nach § 2 DSchG ist ausgeschlossen, weil die materielle Bausubstanz weder besonderen Eigenwert hat noch Zeugniswert für die Entwicklung des Schwimmbadbaus aufzeigt. Es ist bereits so viel Bausubstanz ersetzt oder überfasst worden, dass eine authentische Überlieferung weder der Ursprungsanlage noch eines Entwicklungsstandes möglich ist.“ 

ehrenamtliches Engagement mit einer Vielzahl von Vorschlägen

Schnell machte sich eine breite Empörung unter der Hülser Bevölkerung breit. Es kam zu kleineren Kundgebungen und Informationsveranstaltungen. Neben Unterschriftensammlungen und Treffen mit der Politik wurden auch eine Reihe neuer Ideen und Konzepte zum Betreiben des Geländes erarbeitet.